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Sonnberg eröffnet neuen Bio-Schlachthof

Sonnberg eröffnet neuen Bio-Schlachthof

Mit einer Investition von 8,5 Millionen Euro baut Sonnberg Biofleisch seine Produktionskapazität in Unterweißenbach im Mühlviertel aus. Ein neuer, 100%-Bio-Schlachthof nur für Rinder wird am 8. September offiziell eröffnet. Gleichzeitig erfolgt die Erweiterung der 100-%-Bio-Wurstproduktion im Bereich der Klima- und Reiferäume. Der bisherige Schlachthof in der Almstraße wird in weiterer Folge zum reinen 100%-Bio-Schweine-Schlachthof umgebaut.

Höhere Kapazität und höhere Qualität

„Wir sind im Schlacht- und Zerlegebetrieb in der Almstraße an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen“, erklärt Geschäftsführer Manfred Huber. Der notwendige Neubau am Standort der Schau-Wursterei in der Sonnbergstraße bot gleichzeitig die Chance, noch höhere und zum Teil einzigartige Standards in der Behandlung der zur Schlachtbank geführten Tiere zu etablieren. Rinder sind Herdentiere und reagieren positiv, wenn sie bis zum Schluss unter ihresgleichen sind. Daher war die Entscheidung für die Trennung in zwei Schlachtbetriebe klar.

Am Tierwohl ausgerichtet

Noch ruhiger und stressfreier ist durch den Neubau nun auch für Rinder der gesamte Schlachtvorgang – von der Abholung der Tiere am Bio-Bauernhof durch eigene Transporteure bis zur eigentlichen Schlachtung. Die Tiere stammen aus den Ställen von rund 800 landwirtschaftlichen Partnern – überwiegend Kleinbetriebe – aus dem Mühl-, Wald- und Mostviertel. Die Transportzeit ist bei Sonnberg auf maximal vier Stunden beschränkt – gesetzlich erlaubt wären acht Stunden und mehr. Die Anlieferung erfolgt direkt in den neuen Stall, der so eingerichtet wurde, dass die Tiere sich wohl fühlen. „Früher hätte man den Stall rein nach praktischen Gesichtspunkten gebaut wie einfache Reinigung etc. Heute schauen wir darauf, was das Tier braucht“, erklärt Manfred Huber. So ist für einen rutschfesten Boden gesorgt, der leicht bergauf angelegt ist in die Richtung des Ausganges zum Schlachtbereich, wo helles Licht die Tiere automatisch anlockt. Im Stall gibt es keine klirrenden Metalle und keine scharfen Kanten. Auch die Verweildauer wird so kurz wie möglich gehalten.
Sowohl in der Schlachtung als auch in der Produktion arbeitet Sonnberg Biofleisch nur mit fix angestellten Fachkräften, die speziell geschult werden, um die hohen Ansprüche des Unternehmens in Sachen Tierwohl und Fleischqualität zu erfüllen. Damit sie ihr Handwerk mit Wertschätzung dem Tier gegenüber erledigen können, ist die Stundenleistung im Schlachthof auf 15 Rinder limitiert. So ist ausreichend Zeit für eine fachgerechte, perfekte Betäubung vor dem eigentlichen Schlachtvorgang garantiert. „Wir geben allen Beteiligten die notwendige Zeit, um in Respekt vor dem Lebewesen alle notwendigen Schritte behutsam und präzise zu setzen“, erklärt Manfred Huber, „ein Tier darf niemals als Ware betrachtet werden“.
Der neue Rinder-Schlachthof hat von Geschäftsführer Huber das Attribut „gläsern“ als Vorgabe bekommen. An bestimmten Besuchertagen wird es ab September möglich sein, den Schlachtvorgang bis zum letzten Akt zu beobachten. „Wir wollen keine touristische Besucherfrequenz am Schlachthof“, erklärt Huber, „aber interessierten Konsumenten geben wir gerne Einblick. Bio, das nach der Stalltür weitergeht, hat nichts zu verbergen“.
Im Schaubetrieb „Sonnberg-Bio-Wursterlebnis“ am gleichen Standort finden auch in Zukunft Führungen und Verkostungen für Gruppen und Einzelreisende statt. Die beliebte Ausflugsdestination wurde noch um den Bereich „Salamireifung“ erweitert.

Zur Nachhaltigkeit verpflichtet

Wer, so wie Sonnberg, aus Überzeugung Bio produziert, fühlt sich auch in der gesamten Produktionskette zur Nachhaltigkeit verpflichtet. So verfügt der Betrieb über ein ausgeklügeltes System der Wärmerückgewinnung zur Beheizung und eine Photovoltaikanlage liefert bereits 30 Prozent des Tagesbedarfes an Energie. Die Kühlräume werden mit natürlichem Propangas reguliert, das um zehn Prozent effizienter ist als andere Energiequellen.

Familie arbeitet mit

Bei der weiteren Kapazitätsausweitung wird Huber inzwischen durch seine Familie unterstützt. Sohn Stefan (Produktionsleiter in der Wursterei), Tochter Katja Reisinger-Huber (Verkauf und Marketing) sowie Schwiegersohn Thomas Reisinger (Betriebs- und Verkaufsleiter in der Fleischerei) sind bereits in Führungspositionen bei Sonnberg tätig. Ehefrau Hedwig „schaukelt“ daheim den Bauernhof mit 750 Bio-Freiland-Hühnern.

Eröffnung 100%-Bio-Rinderschlachthof am Sonntag, 8. September 2019, Sonnbergstraße 1, 4273 Unterweißenbach

Programm:

Ab 10:30 Uhr Musik / Blasmusikkapelle Unterweißenbach

11:00 Segnung der Räumlichkeiten

Ab 11:00 Bio-Bauernmarkt

11:30 Uhr Frühschoppen mit Bio-Verköstigung

13:00 Uhr Talk-Runde mit:

  • Dr. Sebastian Bohrn Mena, Geschäftsführer TIERSCHUTZVOLKSBEGEHREN
  • Tobias Metzler, Werner Lampert Beratungsges.m.b.H.
  • Florian Schwinn, deutscher Journalist, Radiomoderator und Autor
  • Klaus Bauernfeind, Obmann Bioregion Mühlviertel
  • Gerti Grabmann, Obfrau BIO AUSTRIA
  • Manfred Huber, Geschäftsführer Sonnberg Biofleisch
  • Moderation: Gernot Ecker, ORF

Bio-Austria-Kinderprogramm

Führungen durch den Betrieb

Die Pfarre Katsdorf betreut zur Eröffnung eine „Bio-Leberkäse-Bar“. Die damit erzielten Einnahmen fließen in ein von Sonnberg seit vielen Jahren unterstütztes Bio-Bauern-Projekt in Tansania und werden zur Errichtung eines Bio-Schweinestalles beitragen.

Kontakt: www.sonnberg.biz

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