Reise-Podcast bestätigt: Mühlviertel ist Geheimtipp!
Sanfte Hügel, ehrliche Küche und überraschend viel Weite: eine Region zwischen Donau und Moldau, die mit Natur, Kulinarik und Radwegen zeigt, warum sie längst mehr als ein Geheimtipp ist – und noch erstaunlich wenig touristisch überinszeniert ist: das Mühlviertel.
Eine Landschaft, die überrascht
Sanfte Hügel, viel Wald, ein bisschen Grenzregion – genau darin liegt der Reiz. Vor allem von der Weite der Landschaft, der Ruhe und der Tatsache, dass man stundenlang unterwegs sein kann, ohne vielen Menschen zu begegnen.
„Die Erwartungen sind oft niedrig – und dann sind die Menschen völlig positiv überrascht.“
Eva-Maria Pürmayer, Genießerhotel Bergergut
Die Region liegt zwischen Donau und Moldau, nahe der tschechischen Grenze. Der frühere Eiserne Vorhang ist heute vielerorts zu einem Netz aus Radwegen geworden – ehemalige Patrouillenwege eignen sich perfekt zum Gravelbiken oder Mountainbiken.
Radfahren zwischen Genuss & Granit
Das Mühlviertel gilt unter Rennrad- und Gravel-Fans als Geheimtipp. Die sanften, aber stetigen Hügel der sogenannten Böhmischen Masse sorgen für sportliche, aber gut kontrollierbare Anstiege. Gleichzeitig öffnen sich immer wieder weite Ausblicke über Wälder, Felder und Granitlandschaften.
Gerade im Sommer spielt die Region ihre Stärken aus: Die Höhenlage sorgt häufig für angenehmere Temperaturen als in vielen anderen Teilen Österreichs. Das Radangebot bietet alles von entspannten Genussrunden bis zu sportlichen Höhenprofilen.



Der Luxus von Zeit und Raum
Die Region hat keinen spektakulären Berg und kein ikonisches Bauwerk. Aber das Mühlviertel bietet genau das, wonach viele Reisende heute suchen: Natur, Authentizität und entschleunigte Erlebnisse. Die Gastgeber sind oft selbst aus der Region, erzählen Geschichten über ihre Heimat und kennen die Produzenten hinter den Lebensmitteln.
„Zeit und Raum – das ist unser Luxus.“
Markus Obermüller, Geschäftsführer Tourismusverband Mühlviertel
Diese Authentizität ist kein touristisches Konzept, sondern Alltag: in allen Betrieben arbeiten lauter Mühlviertler – die können erzählen, woher alles kommt.
Eine Region, die man schmeckt
Besonders stolz ist man im Mühlviertel auf die Kulinarik. Der Mühlviertler Hochgenuss verspricht Gastronomiebetriebe mit hunderten regionalen Produzenten. Ziel: möglichst viele Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung.
„Man schmeckt die Landschaft am Teller.“
Eva-Maria Pürmayer, Genießerhotel Bergergut
Das Prinzip dahinter ist einfach – und gleichzeitig radikal: Rindfleisch kommt aus Oberösterreich, Eier aus dem Mühlviertel, Brot aus regionalen Bäckereien. Viele Betriebe setzen zusätzlich stark auf Bio-Produkte.
3 Dinge, die man im Mühlviertel probieren sollte
- Leinöl-Erdäpfel
Eine der bekanntesten Spezialitäten der Region: Kartoffeln mit Sauerrahm und Mühlviertler Leinöl – nussig, einfach und überraschend intensiv im Geschmack. - Gebackene Knödel
Ob Speck-, Grammel- oder Zwetschkenknödel: im Mühlviertel werden sie oft nicht gekocht, sondern gebacken serviert – eine regionale Besonderheit. - Bier aus dem Hopfenland
Das Mühlviertel ist eines der wichtigsten Hopfenanbaugebiete Österreichs und hat eine ungewöhnlich hohe Dichte an Brauereien – von traditionsreichen Stiftsbrauereien bis zu kleinen Craft-Betrieben.
Aktivurlaub ohne Mainstream
Neben Kulinarik spielen Radfahren und Wandern die Hauptrollen im touristischen Angebot. Besonders beliebt sind:
- Gravelbiken und Rennradfahren auf wenig befahrenen Straßen
- E-Bike-Touren durch die Hügellandschaft
- Weitwandern und Pilgern
- Trailrunning
Und dann gibt es noch einen überraschenden Wintertipp gleich hinter der Grenze: den Lipno-Stausee in Südböhmen, der bei ausreichend Kälte zu einer riesigen Natureislauffläche wird – nur wenige Minuten vom Mühlviertel entfernt.
Mühlviertel ist Qualitätstipp
Trotz all dieser Qualitäten ist die Region touristisch vergleichsweise ruhig geblieben. Rund 60 % der Gäste kommen aus Oberösterreich, viele davon für kurze Auszeiten oder Wochenenden. Auch Gäste aus Wien und Niederösterreich entdecken das Mühlviertel zunehmend.
International ist die Gegend noch kaum bekannt – vielleicht auch ein Grund, warum sie ihren besonderen Charme behalten hat.
„Wir sind vielleicht ein Geheimtipp. Aber eigentlich lieber ein Qualitätstipp.“
Markus Obermüller, Geschäftsführer Tourismusverband Mühlviertel
Velorama Radnetz im Überblick
Unter der Marke Velorama positioniert sich das Mühlviertel gezielt als Rennrad- und Gravelbike-Region welches folgende Angebot umfasst:
- 108 Rad- und Graveltouren
- rund 9.000 km Strecken
- mehr als 160.000 Höhenmeter
Die Touren sind in 3 Kategorien gegliedert:
- Genusstouren – kürzere, landschaftlich besonders reizvolle Routen
- Grenzerfahrung – längere Touren, oft entlang der Grenze zu Tschechien
- Höhenrausch – sportlich anspruchsvolle Strecken mit vielen Höhenmetern
Mehr als 20 zertifizierte Velorama-Partnerbetriebe bieten radfreundliche Infrastruktur – etwa sichere Bike-Garagen, Waschplätze, Werkstattbereiche und sportgerechte Verpflegung.
- Radfahren ohne Verkehr und auf Granit: www.velorama.at
- Artikel „Weitblick und Erdäpfel“ von profil: www.profil.at/weitblick-und-erdaepfel-warum-das-muehlviertel-mehr-als-ein-geheimtipp-ist
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