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Mühlviertel mitten im Urlaubs-Trend

Mühlviertel mitten im Urlaubs-Trend

Urlaubs-Trends in OÖ: „Slow Wellness“ und Velorama locken immer mehr Gäste ins Mühlviertel. Vor allem die 4-Stern-Hotellerie an der tschechischen Grenze hat eine gute Zimmerauslastung.

Starke Inflation, hohe Spritpreise und weltweite Unsicherheiten hemmen zumindest nicht die Buchungen bei Kurzurlauben im Mühlviertel. Im Gegenteil:

„Wir haben seit Juli 2025 einen absoluten Aufschwung! Die Gäste buchen jetzt früher, verweilen kürzer, aber kommen dafür öfter.“

Alexander Pilsl, Direktor des Hotels Guglwald

Pilsl berichtet, dass die Umstellung auf dynamische Preise im November 2024 viel gebracht hätte. Das heißt, die Preise sind nicht mehr fix, sondern reagieren in Echtzeit auf Nachfrage, Konkurrenzpreise oder externe Faktoren, wie Wetter oder Events in der Region. Ein Gast bleibe im Schnitt 2,3 Nächte. „Ich habe etwa einen Gast aus der Region Steyr, der 25-mal im Jahr bei uns übernachtet.“ Vor allem das „Slow Wellness“-Konzept, also ankommen und abschalten, funktioniere gut.

Die gute Kulinarik spielt natürlich eine Rolle. An den Wochenenden sei das Hotel Guglwald ohnehin immer voll. Die Auslastung liege im Jahresschnitt bei rund 88 %. Hochsaison ist von Anfang Oktober bis Ende März. Die momentane Unsicherheit bei Flugreisen kommt dem Mühlviertel-Tourismus zugute. „Niemand will stundenlang am Flughafen sitzen“, so Pilsl. Zuletzt gab es Extrembeispiele, verursacht durch den Iran-Konflikt.

Gute Nächtigungszahlen

Ähnlich gut läuft es im Falkensteiner Hotel in Bad Leonfelden. Wie im Hotel Guglwald schätzen die Gäste hier neben den Wellnessangeboten die Outdoor-Aktivitäten: Wandern, Laufen und vor allem Radfahren.

„Die Leute nehmen sich häufig selbst ein E-Bike mit.“

Christian Altenhain, Direktor des Hotels Falkensteiner

Der Tourismusverband Mühlviertel weist besonders auf das neue Angebot Velorama hin. Das sind ausgewählte Gravelbike- und Rennradrouten in der Region. Generell ist der Geschäftsführer des Tourismusverbands mit den Nächtigungszahlen zufrieden:

„Wir haben eine gute, gleichmäßige Ganzjahresbelegung im Mühlviertel. Im 1. Quartal liegen wir auf dem Vorjahresniveau. Gespart wird, so höre ich öfter, bei den sogenannten Zusatzausgaben und bei Konsumation. Urlaub wollen die Leute schon machen, und das Mühlviertel ist eine sichere Angelegenheit.“

Markus Obermüller, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mühlviertel

Freigold keine Konkurrenz

Die Eröffnung des Hotels Freigold in Freistadt vor rund 2,5 Jahren war nur anfangs spürbar. „Zu Beginn spielten natürlich der Neuheits-Effekt und die vorerst günstigen Preise eine Rolle, aber das hat sich schnell eingependelt“, sagt der Guglwalder Hotelchef Alexander Pilsl.

Auch Falkensteiner-Direktor Christian Altenhain sieht es so: „Am Anfang waren alle neugierig, aber das Freigold ist ein Impulshotel und außerdem mitten in der Stadt. Das Falkensteiner liegt auf einem Hügel mit einem 360-Grad-Panoramablick. Das lässt sich nicht vergleichen.“ Altenhain betont, dass sich die Mühlviertler Hotelbetriebe keine Gäste gegenseitig wegnehmen.

„Wir Hoteldirektoren treffen uns alle paar Wochen und arbeiten gut zusammen.“

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