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Freistädter Metalltechniker erstellt 1. Klimabilanz

Freistädter Metalltechniker erstellt 1. Klimabilanz

GD Metallservice Gerhard Dienstl aus Freistadt zeigt eindrucksvoll, wie auch kleine Betriebe Klima-schonend agieren können.

Mit Unterstützung der WKO-ÖKOPLUS-Förderung nutzte das Unternehmen die Möglichkeit, erstmals eine CCF-Bilanz (Corporate-Carbon-Footprint) für 2024 zu erstellen – ein wichtiger Schritt, um Emissionen sichtbar zu machen und gezielte Verbesserungen einzuleiten.

Klarheit über CO₂-Fußabdruck

Die erstellte Klimabilanz umfasst die Emissionen aus Scope 1 (direkt) und Scope 2 (bezogene Energie), also jene Bereiche, die GD Metallservice direkt beeinflussen kann. Die Ergebnisse:

  • Gesamtemissionen: 19.744 kg CO₂e
  • Scope 1 (direkt): 15.096 kg CO₂e
  • Scope 2 (bezogene Energie): 4648 kg CO₂e

Mit 4 Mitarbeitern bedeutet dies eine Emission von ca. 4,7 t CO₂e pro Kopf – ein Wert, der im Vergleich zur Branche bereits im moderaten Bereich liegt.

Wo entstehen die Emissionen?

Die Analyse zeigt ein klares Bild der betrieblichen Emissionstreiber:

  • 49 % Transporte & Fahrten
    Als regionaler Schlosserei- und Metalltechnik-Betrieb ist GD Metallservice häufig zu Service- und Montageeinsätzen unterwegs. Der Dieselverbrauch der firmeneigenen Fahrzeuge macht daher den größte Emissionsanteil aus.
  • 27 % Geschäftsreisen
    Auch bei Geschäftsreisen dominiert der Dieselverbrauch – typisch für Kleinbetriebe im Metallgewerbe.
  • 24 % Fernwärme & Strom
    Positiv hervorzuheben ist hier, dass das Unternehmen erneuerbare Fernwärme sowie Ökostrom aus Wasserkraft nutzt – ein wesentlicher Beitrag zur deutlichen Reduktion der Scope-2-Emissionen.
  • 0,3 % Technische Gase
    Der CO₂-Beitrag der Schweiß- und Schutzgase ist vergleichsweise gering.

Die Klimabilanz liefert erstmals eine transparente, messbare Grundlage für künftige Energiesparmaßnahmen und nachhaltige Investitionen. Mit diesem Wissen kann das Unternehmen:

  • seine Fahrten besser planen und Emissionen optimieren,
  • den Fuhrpark mittel- bis langfristig auf alternative Antriebe prüfen,
  • den Einsatz technischer Gase weiter effizient gestalten,
  • den Energiebezug noch besser steuern.

Die Geschäftsführung sieht die Bilanz als strategisch wichtigen Schritt.

„Nur wenn wir wissen, wo unsere Emissionen entstehen, können wir gezielt handeln und nachhaltiger arbeiten.“

Gerhard Dienstl, Geschäftsführer

Nachhaltigkeit im Handwerk

Die ÖKO-PLUS-Förderung hat GD Metallservice unterstützt, die Klimabilanz professionell erstellen zu lassen – ein wichtiger Impuls für den Einstieg in systematische Klimamaßnahmen. Die erste Klimabilanz ist damit nicht nur eine Bestandsaufnahme, sondern ein klarer Startpunkt für weitere Verbesserungen. GD Metallservice zeigt, das Nachhaltigkeit im Metallhandwerk ein Erfolgsfaktor und gleichzeitig wirtschaftlich, ökologisch und zukunftsorientiert sein kann.

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