Neuer Pilgerweg stärkt den sanften Tourismus im Mühlviertel
Pilgern liegt im Trend: der neue Wilheringer Pilgerweg zwischen Wilhering und Hohenfurth führt von der Donau bis zur Moldau, großteils durch den Bezirk Urfahr-Umgebung. Auf 132 km laden hier Natur, Kirchen und Klöster zum Weitwandern ein – oder gleich zu einer 6-tägigen spirituellen Reise.
Der neue Wilheringer Pilgerweg „Von der Donau bis zur Moldau“ verbindet auf insgesamt 132 km, aufgeteilt in 6 Tagesetappen, 11 Gemeinden sowie ihre Kirchen – und führt vom Stift Wilhering in Urfahr-Umgebung zum Stift Hohenfurth in Südböhmen. Der neue Pilgerweg greift ein wachsendes Bedürfnis auf: Bewegung in der Natur als Möglichkeit zur inneren Einkehr.
„Pilgern ist nicht nur ein Modetrend, sondern kommt einem Bedürfnis nach Sinnsuche und spiritueller Erfahrung entgegen.“
Spirituelle Reise und geistliche Impulse
Am Anfang stand die Überlegung, die Wilheringer Pfarrhöfe im Mühlviertel in personalärmeren Zeiten einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Daraus entstand die Idee des Wilheringer Pilgerwegs, der das Zisterzienserstift Wilhering mit dem Stift Hohenfurth in Südböhmen verbindet. Letzteres wurde 1259 von Wilhering aus besiedelt.
14 Kirchen laden entlang der Strecke zu geistlichen Impulsen ein, die von der Theologie der Zisterzienser und Benediktiner inspiriert sind. Der Weg führt durch die Gemeinden und Ortschaften Wilhering, Puchenau, Eidenberg, Geng, Zwettl, Bad Leonfelden, Hohenfurth/Vyšší Brod (CZ), Vorderweißenbach, Traberg, Waxenberg, Oberneukirchen, Neußerling, Gramastetten, Ottensheim.
„Diese neue Verbindung, die dadurch zu unserem ehemaligen Tochterkloster Hohenfurth entstanden ist, finde ich sehr schön. In einer Zeit, wo kirchliches Leben mancherorts verdunstet und zugleich auch die Sehnsucht nach einer neuen geistlichen Verankerung spürbar wird, sind die Klöster verlässliche Orte des Gebetes, des Gottesdienstes und der kirchlichen Gemeinschaft.“
Reinhold Dessl, Abt

Naturnaher und nachhaltiger Tourismus
Abt Dessl ist dankbar für die Mithilfe so vieler, die den Wilheringerweg möglich machten. Finanzielle Unterstützung gibt es durch das EU-Förderprogramm Leader. Auch der Tourismusverband Mühlviertel steht voll hinter der Initiative und unterstützt das Projekt bei der Vermarktung, bei Infrastruktur- und Informationsangeboten sowie in der Zusammenarbeit mit Gemeinden, Gastgebern und regionalen Partnern.
„Der neue Pilgerweg verbindet spirituelle Tradition mit naturnahem Tourismus und stärkt die Region nachhaltig. Wir sehen großes Potenzial für sanften, ganzjährigen Tourismus. Der Weg schafft neue Nächtigungsimpulse, verlängert Aufenthalte und spricht Menschen an, die bewusst reisen, entschleunigen und die Landschaft intensiv erleben möchten. Gleichzeitig stärkt er die regionale Identität und Zusammenarbeit.“
Markus Obermüller, TVB-Geschäftsführer
Pilgern boomt: 7 Pilgerwege im Mühlviertel
Pilgern und Weitwandern haben sich zu einem wichtigen Bestandteil des sanften Tourismus entwickelt. Neben Bewegung in der Natur stehen dabei Sinnsuche, Ruhe und regionale Begegnungen im Mittelpunkt.
Das Mühlviertel hat inklusive des neuen Weges dann 7 Pilgerwege. Die wachsende Zahl an Wegen zeigt, dass dieses Angebot stark nachgefragt wird und wesentlich zur Profilbildung der Region beiträgt.
- Wilheringer PIlgerweg – Wandern zwischen Donau & Moldau: www.wilheringerweg.at
- Artikel in der Tips: www.tips.at/nachrichten/neuer-pilgerweg-staerkt-den-sanften-tourismus-im-muehlviertel
- ORF-Artikel „Neuer Pilgerweg zwischen Donau und Moldau“: ooe.orf.at/stories/3350569
- ORF-TV-Beitrag in Oberösterreich heute: on.orf.at/video/sinnsuche-zu-fuss-pilgerwege-im-muehlviertel-wachsen-weiter-oberoesterreich-heute-vom-18042026
- Beitrag der Ordensgemeinschaften Österreich: www.ordensgemeinschaften.at/eroeffnung-des-wilheringer-pilgerwegs-von-der-donau-bis-zur-moldau
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